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Hirschhorn mit 790 Einwohnern liegt in 412 Metern Höhe. Das idyllische Dorf liegt am Geratskirchener Bach, einem südlichen Zufluss der Rott und an der B588 etwa eineinhalb Kilometer nordwestlich von Wurmannsquick.

Hirzar wird erstmals urkundlich in der Notitia Arnonis aus dem Jahre 790 erwähnt. Es gehörte damals zum Hochstift Salzburg. Die Hofmark war im 12./13. Jahrhundert Ministerialbesitz der Grafen von Ortenburg. Die Urpfarrei Hirschhorn war von 1256 bis 1803 dem Kollegiatstift Altötting inkorporiert.

Besitzer der Hofmark waren 1165 Walchonus de Hirzar und 1339 Erhart Hirssoraer. Durch Heirat kam Hirschhorn 1434 in den Besitz der von Closen. Ende des 15. Jahrhunderts erhielten es die verwandten Zenger zugesprochen, bis es 1542/43 Hanns Christoph Closen durch Verträge mit dem Hochstift Regensburg und den Zengerschen Erben erhielt.

Bis 1780 blieb Hirschhorn im Besitz der von Closen, die hier ein Schloss besaßen. Nach dem Tod Georg Cajetans Graf von Closen zu Gern erhielt seine Tochter Maria Anna, verehelichte Freiin von Ingenheim, nach Erbvergleich Hirschhorn. Am 5. März 1833 verzichtete die Freiin von Ow, geborene Freiin von Wenning-Ingenheim, auf die Patrimonialgerichtsbarkeit zugunsten des bayrischen Staates.

1818 entstand die Gemeinde Hirschhorn. Mit der Gebietsreform hörte sie 1971 zu bestehen auf. Der größte Teil kam am 1. Januar 1972 zur Marktgemeinde Wurmannsquick, ein kleinerer Teil zu Mitterskirchen.